Jedes Jahr im Februar wird der MVP gekürt — die wichtigste Einzelauszeichnung im American Football. Hier steht, was dahintersteckt und warum sie fast immer an dieselbe Position geht.
MVP steht für Most Valuable Player, also den wertvollsten Spieler einer NFL-Saison. Die Auszeichnung wird von der Nachrichtenagentur Associated Press vergeben und am Abend vor dem Super Bowl bei den NFL Honors verliehen. Bewertet wird ausschließlich die reguläre Saison — Leistungen in den Playoffs zählen für den MVP nicht mehr mit.
Den NFL MVP vergibt die Associated Press über ein Panel aus Medienvertretern. Entscheidend für das Verständnis: Die Stimmen werden nach dem Ende der regulären Saison und vor Beginn der Playoffs abgegeben.
Ein Spieler kann also im Januar überragend spielen und trotzdem keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis haben. Wer im Dezember schwächelt, verliert den Award dagegen häufig noch — die Schlussphase der Regular Season wiegt in der Wahrnehmung der Wähler schwer.
Diese drei werden am häufigsten verwechselt. Der MVP bezieht sich auf die gesamte reguläre Saison. Der Super Bowl MVP ist eine völlig eigene Auszeichnung: Sie gilt nur für das eine Endspiel und wird direkt nach dem Abpfiff auf dem Feld vergeben. Beides kann, muss aber nicht derselbe Spieler sein.
Daneben gibt es die Awards Offensive Player of the Year und Defensive Player of the Year, dazu Comeback Player of the Year und Offensive/Defensive Rookie of the Year. Der MVP steht über allen — er ist die einzige Auszeichnung, die positionsunabhängig den besten Spieler der Liga sucht.
Der Quarterback hat bei jedem einzelnen Offensivspielzug den Ball in der Hand. Seine Leistung ist damit sichtbarer und statistisch besser fassbar als die jedes anderen Spielers — und sein Einfluss auf Sieg und Niederlage schlicht größer.
Wie stark die Schlagseite ist, zeigt der Blick zurück: Der letzte Running Back mit einem MVP-Titel war Adrian Peterson 2012. Ein reiner Verteidiger hat den Award zuletzt 1986 gewonnen — Lawrence Taylor. Rekordhalter ist Peyton Manning mit fünf MVP-Auszeichnungen.
Genau diese Diskussion — wer verdient ihn wirklich, und ist die Fixierung auf die Position fair? — führen wir jede Saison im Podcast.
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